Sep
24

Einführung in das Webcontrolling – Ziele setzen und messen!

Einleitung

Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum – Wer nicht fragt, bleibt dumm“, heißt es in einer Kindersendung. Die Aussage stimmt und gilt auch in der Online-Welt: Wer die richtigen Fragen stellt, bekommt Antworten und gewinnt dadurch einen Wissensvorsprung. So zum Beispiel über die Erwartungen und Wünsche seiner Besucher.  Diese lassen sich beispielsweise über die Kennzahlen einer Website erschließen. Wer diese permanent überwacht, kann Erkenntnisse  gewinnen und die Seiten entsprechend optimieren. Der Erfolg lässt sich somit zielgerichtet steuern.

Erfolgsmessung fängt bei den Zielen an

webcontrolling-econdaViele Unternehmen wissen nicht, was sie messen wollen und sollen. Der Grund ist einfach: Sie haben ihre Ziele nicht präzise formuliert. Um aber das Potential der Webanalyse voll auszuschöpfen, ist es notwendig die Website-Ziele und KPIs (Key Performance Indicator) zu definieren. Die Unternehmens- und Kommunikationsziele müssen auf die Online-Aktivität heruntergebrochen und beschrieben werden. Diese werden dann wiederum Erfolgskriterien und bestimmten Nutzerverhalten zugeordnet. Ganz wichtig: Die Ziele der Nutzer nicht vergessen!

Der Webcontrolling-Kreislauf

Webcontrollings sollte nicht nur als ein technisches Instrument angesehen, sondern als strategischer Prozess im Unternehmen etabliert werden. Statt die gewonnen Kennzahlen einzeln zu betrachten, sollten sie als Teil eines geschlossenen Kreislaufs gesehen werden. Der sogenannte Webcontrolling-Kreislauf besteht aus vier Schritten:

  • Schritt 1: Festlegen der Ziele
  • Schritt 2: Erfassen der Besucherdaten
  • Schritt 3: Analyse der gewonnen Kennzahlen
  • Schritt 4: Durchführung von Optimierungsmaßnahmen

Sobald die Optimierungsmaßnahmen ausgeführt werden, beginnt der Zyklus von vorne.

Klassische Kennzahlen und Erfolgsindikatoren

Die Grundlage jeder Optimierung sind die bereits erwähnten KPIs. Diese Erfolgsindikatoren geben Orientierung bei der Steuerung der Webseite. An ihnen lassen sich Erfolg und Misserfolg von Websites und Kampagnen messen. KPIs sollten immer in Hinblick auf die Website-Ziele betrachtet werden. Wenn z. B. ein Website-Ziel darin liegt, Beratungsanfragen zu generieren, kann ein KPI das Verhältnis zwischen Besuchern und eingegangenen Beratungsanfragen darstellen (nähere Infos unter Conversion-Optimierung).

Im Folgenden werden einige klassische Kennzahlen vorgestellt:

Website-VisitorBesucher
Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Besucher: eindeutige und wiederkehrende Besucher.
Nutzer, die die Webseite zum ersten Mal oder nach 28 Tagen besuchen, werden als eindeutige Besucher gekennzeichnet. Ein wiederkehrender Besucher ruft die Webseite jedoch mindestens zum zweiten Mal auf und besitzt einen Cookie mit einer Gültigkeit von 28 Tagen.

Quereinsteiger
Hierunter sind User zu verstehen, die nicht über die Startseite auf die Webseite eingestiegen wird.

Page Impression
Unter Page Impression ist die Anzahl der Seitenaufrufe zu verstehen. Diese Kennzahl ist daher so wichtig, weil sie sowohl von der Anzahl der Besucher als auch von der Anzahl der vom Besucher aufgerufenen Seite abhängt.

Einstiegsseiten
Hiermit wird eine Zielseite bezeichnet, auf der ein Besucher als erstes „gelandet“ ist.

Bounce-Rate/Absprungrate
Die Absprungrate gibt an, wieviel Prozent der Besucher nach nur einem Seitenaufruf die Webseite wieder verlassen haben.

Referrer/Quellen
Die Kennzahl gibt Auskunft darüber, woher der Besucher kommt. Meist ist eine Unterteilung in drei Gruppen (Suchmaschinen, Webseiten (z. B. www.beispielseite.de) und in direkte Zugriffe (Eingabe im Browser, Bookmarks oder Vermerk im Lesezeichen) üblich.

Ansichtszeit
Diese Kennzahl gibt Auskunft darüber, wie lange ein Besucher auf der Webseite verbringt.

Nach den klassischen Kennzahlen beschäftigt sich der zweite Teil intensiver mit KPIs. Hier wird aufgezeigt, wie Kennzahlen interpretiert werden und sich daraus Optimierungsmaßnahmen ableiten.

Jun
12

OEV FutureLab 2014 – Teilen, Leihen, Tauschen in der digitalen Welt, Teil 2

Im ersten Teil unseres Blogbeitrags zum OEV FutureLab am 29. April 2014 berichteten wir bereits über die erste Hälfte unseres Kongresses. Daniel Bartel von kokonsum.org und autonetzer.de stellte den Status Quo der Shareconomy vor, DriveNow-Geschäftsführer Nico Gabriel gewährte einen Blick hinter die Kulissen einer der mittlerweile größten Carsharing-Anbieter Deutschlands. Bartel wie Gabriel erläuterten dabei auch immer am Beispiel von autonetzer.de sowie DriveNow, wie sich die Sharinganbieter bei Schadensfällen absichern.

Suche: Versicherungspartner – Biete: Junge und dynamische Zielgruppe mit Potential

Innovative Sharing-Konzepte schlagen sich zunehmend vor allem in Neugründungen von Startups nieder. Was den Startern zumeist fehlt, sind Versicherungsprodukte, die auf die Bedürfnisse der Shareconomy eingehen und die geteilten Artikel versichern. Das machte der dritte Referent Max Steinmetz, Geschäftsführer von RiskEraser, in seinem Vortrag „ShareSurance – Wie können Versicherungsunternehmen von der Shareconomy profitieren?“ deutlich. Sein Unternehmen versteht sich als IT-Dienstleister für den mobilen Vertrieb von Versicherungsprodukten. Darüber hinaus entwickelt sein Team situative Versicherungsprodukte für die Shareconomy.  Als Agent von Startups aus der Shareconomy versucht Steinmetz Starter und Versicherer zusammenzubringen. Das Ziel: Versicherungslösungen für die geteilten Produkte und Dienstleistungen. Das FutureLab verwendete er daher auch gleich als Plattform, um drei seiner Partner vorzustellen: PaulCamper, Shareify und iShare – alles Startups der Shareconomy und alle auf der Suche nach einem Versicherungspartner.

Mit einem geteilten Camper in den Urlaub. PaulCamper ist die erste und bis dato einzige Plattform für privates Campersharing in Deutschland. Das Startup vermittelt auf Provisionsbasis Campingbusse und Wohnmobile zwischen privaten Haltern und Mietinteressenten. Wie Geschäftsführer Dirk Fehse erläuterte, ist die Schadensquote beim privaten Campersharing niedriger als bei klassischen Wohnmobilvermietern. Allerdings benötigt privates Campersharing eine Zusatzversicherung inklusive europäischem Schutzbrief. Zum Durchstarten fehlt dem Startup daher nur noch eine geeignete Versicherungslösung.

Shareify, beim OEV FutureLab 2014 vertreten durch Christian Roeb und Jonas Illing, bietet dagegen eine Plattform für das Teilen von WLAN-Spots. Inhaber eines Spots können sich einen Account anlegen und ihr Internet mit den Nachbarn teilen. Abgesichert sind sie mit der Sorglos-Box. Doch auch dieses Konzept braucht noch einen Partner aus der Versicherungsbranche.

Die Sharing-Konzepte der Neu-Gründer stießen bei den Gästen aus der Welt der öffentlichen Versicherern durchaus auf Interesse. Das zeigten die Diskussionen und Gespräche im Anschluss. Wie auch im letzten Jahr boten die Pausen viel Raum zum Austausch und Kennenlernen und wurden von den Teilnehmern bis zum Ende ausgereizt. Gerade die an den Vortrag anschließende Mittagspause in der Loge der Galopprennbahn brachte die Gäste zusammen.

Wage das Neue zu denken!

„Let‘s share! Von der industriellen Massenwirtschaft zum digitalen Austausch“ – unter diesem Titel schloss sich der Vortrag von Topspeaker Tim Cole an die Mittagspause an. Cole, deutsch-amerikanischer Internet-Publizist, Kolumnist sowie Autor gilt als „Wanderprediger des deutschen Internets“. Er war kurzfristig für seinen Freund, den aus Krankheitsgründen ausgefallenen Ossi Urchs, eingesprungen, mit dem er zusammen u. a. eTalk, eine Sendung von n-tv und später n24, moderiert hatte. Nach den praktischen Einblicken seiner Vorredner lieferte Tim Cole mit seinem Vortrag den theoretischen Unterbau zur Shareconomy und appellierte zum Ende seines Vortrages an das Publikum: „Wage das Neue zu denken!“.

Neu denken, innovativ denken – das können auch wir. So zum Beispiel mit der OEV Cloud, die OEV-Kollege und Leidenschafts-ITler Michael Linkenheil in seinem anschließenden Vortrag „Die OEV-Cloud – Sharing in der digitalen Versicherungswelt“ vorstellte. Ähnlich wie die Amazon-Cloud ist das Projekt ein Meilenstein auf dem Weg in die digitale Zukunft.

Obwohl die Versicherungswelt von Anbeginn nach den Grundsätzen des Sharings agiert, stoßen die aktuellen Entwicklungen des Digitalen in Sachen Shareconomy hier und dort noch auf Zurückhaltung, wenn auch die Neugierde und das Bewusstsein, dass kein Weg am Teilen vorbeigeht, stetig wachsen. Das zeigten die vielen Diskussionen und kritischen Fragen. Sich den Entwicklungen anpassen und gleichzeitig das beibehalten, das für Versicherer das wichtigste Gut ist: Vertrauen – ein Balanceakt, den es zu wahren gilt. Inspirationen für Wege, die dies ermöglichen, hat das OEV FutureLab 2014 gegeben – ein spannender Fachkongress, dessen Erfolg wir auch unserem Exklusivpartner codecentric zu verdanken haben!

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Wir freuen uns daher sehr auf die nächste Veranstaltung und sind gespannt, welche Neuerungen und Innovationen uns dann überraschen und zum Staunen bringen.

Weitere Impressionen zum OEV FutureLab 2014?

Impressionenfilm OEV FutureLab 2014

Mai
16

OEV FutureLab 2014 – Teilen, Leihen, Tauschen in der digitalen Welt, Teil 1

Nach dem Erfolg in 2013 veranstalteten wir am 29. April 2014 in Düsseldorf erneut eine Jahresveranstaltung, das OEV FutureLab 2014. Zum Thema Shareconomy und Versicherungen referierten Daniel Bartel, Max Steinmetz, Tim Cole und Mike Linkenheil.

oev_2014-20Durch die Veranstaltung führte Nandini Mitra. Die Moderatorin ist bekannt durch Funk und Fernsehen. Ihre Karriere begann bei MTV, später moderierte sie Sendungen wie „Fit for Fun“ bei Vox und die deutsche Bundesliga auf Englisch für den Sportsender Eurosport 2. Darüber hinaus wird sie regelmäßig für Galas und andere Veranstaltungen außerhalb des Fernsehens gebucht. Das Thema Sharing ist für Mitra auch privat längst ein Begriff. Daher begann sie die Jahresveranstaltung gleich mit einer persönlichen Anekdote bezogen auf das „Leihen eines Autos der Nachbarin“.

Auch Thomas Baumbach, Geschäftsführer der OEV und Gastgeber der Veranstaltung, berichtete, wie er persönlich das erste Mal mit Carsharing Erfahrungen sammelte und wie selbstverständlich die junge Generation heute mit dem Thema umgeht.

Jeden Tag entstehen neue Plattformen

Als Vertreter eben jener jungen Generation und des gelebten Kokonsums stellte im Anschluss Daniel Bartel den Status Quo der Shareconomy und seine eigenen Geschäftsmodelle vor. Bartel ist Gründer von kokonsum.org und Mitinitiator von autonetzer.de, einer Plattform, die das Mieten von privaten Fahrzeugen ermöglicht. Selbstverständlich hat er die Nacht nicht in einem Hotel, sondern in einer privat vermieteten Wohnung über aibnb.de verbracht, betonte er.  Unter dem Titel „Megatrend Shareconomy? Wie das Internet Geschäftsmodelle der Zukunft hervorbringt“ zeigte Daniel Bartel zahlreiche weitere Sharing-Beispiele auf. Beim On-Demand Ridesharing beispielsweise würden sich Nutzer nicht das Auto teilen, sondern die Fahrt. Weiterhin stellte er EatWith vor, ein Anbieter, der das Essen in der Gemeinschaft fördert. Bei Menschen an der Tür klingeln und mitessen ist das Credo der Plattform.

Bei ca.50 Anbietern weltweit sollte Carsharing auch Thema bei den Versicherern sein. Die von Daniel Bartel mitinitierte Plattform autonetzer.de arbeitet mit der R+V Versicherung zusammen. Und so funktioniert‘s: Der Vermieter legt den Preis fest, die Plattform gibt Empfehlungen. Der Mieter bucht das Fahrzeug plus eine Zusatzversicherung von 7,00 EUR/Tag, von denen 3,00 EUR als Provision für die Plattform gezahlt werden.

Widerstand ist zwecklos

Jeden Tag entstehen neue Plattformen, nicht nur im Carsharing-Bereich. Die Versicherer konkurrieren zukünftig mit Google, Facebook, Bewertungssystemen, Online-Banken, Payment-Providern u.v.m. „Handeln Sie oder die Netzwerke finden ihren eigenen Weg“ lautete das Schlusswort von Daniel Bartel.

DriveNow – Die Zukunft des mobilen Carsharing

oev_2014-27Eine Folge des Einflusses der Shareconomy auf den Automarkt: Der Autobesitz verliert zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig bleibt das Bedürfnis nach individueller Mobilität in der urbanen Gesellschaft bestehen. Menschen teilen Autos. Möglich machen dies mobile Technologien. Mit rund 270.000 Kunden gehört DriveNow, ein Joint Venture der BMW Group und der Sixt SE, zu den größten Carsharing-Anbietern. Geschäftsführer Nico Gabriel bot mit seinem Vortrag einen Blick hinter die Kulissen und erklärte das Geschäftsmodell: Freie Fahrzeuge werden in der App oder auf der Website angezeigt und können hier bis zu acht Stunden reserviert werden. Kunden nutzen DriveNow für Fahrten zur Arbeit, zum Flughafen, Besorgungsfahrten, Ausflüge usw.

Angesichts der Tatsache, dass 60 % der Kunden kein eigenes Auto besitzen, wird das Thema Carsharing für Versicherer immer wichtiger. Denn wer kein eigenes Auto besitzt, schließt auch keine Kfz-Versicherung mehr ab. Auch hier ist u.a. die R+V Versicherung den anderen Versicherern einen Schritt voraus. Mit einem eigens entwickelten Geschäftsmodell sichert die R+V die Fahrzeuge von DriveNow ab.

In Zukunft wird DriveNow sein Mobilitätskonzept weiter ausbauen, so Gabriel. Geschäftliche Daten sollen in Zukunft hinterlegt werden können. Mitarbeiter können dann vor Fahrtantritt zwischen „Privat“ und „Geschäftlich“ wählen. Zudem soll dem Wunsch nach Elektroautos stärker Rechnung getragen werden. Bereits seit Juni 2013 befinden sich 60 rein elektrisch betriebene BMW ActiveE in München und Berlin im Einsatz. Ab Frühjahr 2014 soll zusätzlich der BMW i3 angeboten werden. Auch Ski- und Shopping-Pakete sind im Gespräch. Hier werden bei Miete eines Fahrzeuges für 24 Stunden bis zu vier Tagesskipässe kostengünstig angeboten; beim Shoppingpaket gibt’s einen Shopping-Gutschein sowie einen reservierten DriveNow-Parkplatz.

Mobilität in Deutschland verändert sich. Sharing legt den Grundstein für zukünftige Konzepte.

ShareSurance, totale Vernetzung und die OEV Cloud – unser zweiter Teil zur Jahresveranstaltung erscheint in Kürze.

Mrz
04

Ankündigung: OEV FutureLab 2014 – „Teilen, Leihen, Tauschen in der digitalen Welt“

teilenWelche Sharing-Konzepte sind auf dem Vormarsch? Wie sichere ich mich und meine Wertgegenstände in einer Welt des Teilens ab? Was bedeutet der Trend für unsere Gesellschaft, den Konsum, für Marken, unser Miteinander?

Unsere diesjährige Jahresveranstaltung, die am 29.04.2014 in Düsseldorf stattfindet, beschäftigt sich mit diesen Fragestellungen. Dabei legen wir den Fokus auf die Auswirkungen der Shareconomy auf die Versicherungswelt. Seien Sie dabei, wenn renommierte Branchen- Experten wie Ossi Urchs (Internetpionier und Netzvisionär), Nico Gabriel (Geschäftsführer DriveNow), Daniel Bartel (Mitinitiator autonetzer.de und Gründer kokonsum.org) und Max Steinmetz (CEO RiskEraser) ihre Erfahrungen teilen und Einblicke in Sharing- Konzepte sowie Zukunftsmodelle geben.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldungen finden Sie hier.

Dez
31

Briefporto, Gesundheitskarte und Altersrente – Das ändert sich 2014!

Jahrhunderthochwasser, Bundestagswahl und ein neuer Papst – ein spannendes Jahr neigt sich dem Ende zu. Zum 01.01.2014 treten einige gesetzliche Neuregelungen in Kraft. Wir haben eine Auswahl der wichtigsten Erneuerungen zusammengefasst.

Quelle: pixabay, http://pixabay.com/de/

Quelle: pixabay, http://pixabay.com/de/

Briefporto: Ein nationaler Brief (bis 20 Gramm) kostet nun 60 statt 58 Cent. Auch bei Einschreiben, Päckchen und Pakete erhöhen sich die Portokosten.

Gesundheitskarte: Ab 2014 gilt nur noch die elektrische Gesundheitskarte mit Foto. Zeigt der Patient noch die „alte“ Karte vor, wird der Arzt nur auf Rechnung (analog Privatpatienten) behandeln. Ausgenommen von der Regelung sind Personen, die sich nicht fotografieren lassen können, zb. wegen Bettlägerigkeit.

Handygebühren: Zum Juli 2014 werden Telefonate und SMS mit Handy im Ausland nochmals billiger. Anrufe aus dem Ausland dürfen dann nur noch 19 Cent/Minute und SMS maximal 6 Cent kosten. Auf Dauer will die EU-Kommission die Roaming-Gebühren komplett abschaffen.

Krankenversicherung: Die Beitragsbemessungsgrenze für gesetzliche Kassen wird angehoben und zwar von 3937,50 Euro monatlich auf 4050,00 Euro.

Lebensmittel: Der Druck des blau-weiße „Regionalfenster“ auf der Verpackung ist regionalen Herstellern zukünftig erlaubt, die ein entsprechendes Zulassungs- und Kontrollverfahren durchlaufen haben. Es informiert darüber, wo die Zutaten herkommen, wo ein Produkt verarbeitet und wo es verpackt wurde.

Ökostrom: Die Ökostrom-Umlage steigt um 0,963 Cent auf 6,240 Cent. Zudem wird die Einspeisevergütung für mittelgroße Photovoltaikanlagen gedrosselt. Es werden nur noch 90 Prozent des erzeugten Solarstroms nach dem festen Einspeisetarif vergütet.

Punktesystem: Ab 01.Mai 2014 gilt für Autofahrer ein neues Punktsystem. Die Neuregelungen werden zeitnah auf der Seite des Kraftfahrt-Bundesamt veröffentlicht.

Regel-Altersrente: Im neuen Jahr wird die nächste Stufe der Regel-Altersgrenze erreicht. Betroffen davon sind Frauen und Männer mit Geburtsjahr 1949. Sie erhalten eine abschlagsfreie Rente, wenn sie drei Monate nach ihrem 65.Geburtstag hinaus arbeiten oder Rentenbeiträge zahlen. Lesen Sie hier weitere Neuregelungen rund um das Thema Gesetzliche Rente.

Riester-Rente: Bei „Wohn-Riester“ wird es ab 2014 jederzeit möglich sein, Kapital für die Finanzierung von Anschaffungskosten für eine selbstgenutzte Immobilie zu verwenden.

Rürup-Rente: Für alle die einen Rürup-Rentenvertrag abgeschlossen haben, steigt die steuerliche Förderung. Es können vom steuerpflichtigen Einkommen nun 78 Prozent der Einzahlungen bis zu 20 000 (Verheiratete: 40 000) Euro abgesetzt werden. Zudem werden auch Rürup-Verträge gefördert, die den Eintritt von Berufs- oder verminderter Erwerbsfähigkeit mit einer lebenslangen Rente absichern sollen.

Sepa: Im Februar 2014 startet das europäische Zahlungssystem Sepa („Single Euro Payments Area“. Allgemeine Informationen haben haben wir in unserem Blogbeitrag zusammengestellt.

Warnwesten: Viele Pkw- Fahrer haben schon jetzt eine Warnweste. Ab Juli 2014 wird diese zur Pflicht für alle Pkw-Fahrer.

Das OEV-Team wünscht allen Lesern ein schönes und erfolgreiches Jahr 2014!

Dez
18

HealthCare.gov: die 500-Millionen-Dollar-Seite

Menschen auf Online-Wege für Versicherungen begeistern ist täglich Brot der OEV. Eine Aufgabe, die US-Präsident Barack Obama gerade mächtig ins Wanken bringt. Trotz einer 500-Millionen-Dollar-Homepage. Was da los ist und wie eine halbe-Milliarde-Dollar-Seite aussieht, die Versicherungen verkaufen möchte, haben wir uns angeschaut.

Versicherungskauf als fröhlicher Einkaufsbummel.

Versicherungskauf als fröhlicher Einkaufsbummel.                           Screenshot healthcare.gov

Die Einführung einer staatlichen Krankenversicherung, des “Patient Protection and Affordable Care Acts” (PPACA), wie das Gesetz in voller Schönheit heißt, gilt als wichtigste innenpolitische Maßnahme in der Amtszeit Obamas. Im “Versicherungsmutterland” Deutschland ist diese Leistung spätestens seit den 1880er Jahren Selbstverständlichkeit, in den USA schlägt die “Obamacare” höchste Wellen. Der politische Widerstand der Opposition gipfelte in der Blockade des Staatshaushaltes und im Beinahe-Bankrott der “Weltmacht USA”.

Hand und Fuß aller Vorwürfe möchte ich an dieser Stelle ebenso wenig diskutieren wie die inhaltlichen Stärken und Schwächen des Gesetzes. Denn während sich Obama an der politischen Front einigermaßen erfolgreich schlägt, wird sein historisches Vorhaben von ganz unerwarteter Seite gefährdet: Das zentrale Vertriebsinstrument, die Online-Plattform healthcare.gov, funktionierte lange nicht oder nur sehr bescheiden.

Zwischen dem 1. Oktober 2013 und dem 31. März 2014 sollten mehr als 30 Millionen unversicherte US-Amerikaner auf healthcare.gov eine Versicherung abschließen. Ein ehrgeiziges Vorhaben, das Budget war entsprechend. Dem Projekt soll – je nach Pressebericht – ein Budget von 400 bis 600 Millionen Dollar zur Verfügung gestanden haben. Das Resultat: eher ungenügend. Das deutsche IT-Nachichtenmagazin “Heise Online” fasste Anfang Dezember die Pannenserie zusammen, ein Auszug:

  • überlastete Server
  • schlechte Erreichbarkeit
  • veraltete TechnologieBugs, die unmöglich “gefixt” werden können
  • verschwundene Antragsformulare
  • schlechte Usability

Unter dem Strich der noch viel längeren Mängelliste stand nach dem ersten Monat ein wenig erbauliches Zwischenresultat: nur etwas mehr als 100.000 Versicherungsabschlüsse wurden erreicht, also gerade einmal 1,5 Prozent der bis Ende März angepeilten Zielmarke von sieben Millionen.

Nicht nur, dass die Bürger die Online-Plattform schlichtweg nicht nutzen konnten, sie haben auf diesem Wege auch das Vertrauen in eine künftige Nutzung verloren. Für Obamas Gegner Anlass gesteigerter Schadenfreude, für den Präsidenten Anlass einer riesigen PR-Kampagne – inklusive dem verschämten Hinweis, die Versicherung auch per Post oder Telefon abschließen zu können.

Schon im Oktober waren zentrale Dienste wie der “Marketplace”, über den der Vertragsabschluss abgewickelt wird, regelmäßig nicht zu erreichen. Mit Dezemberbeginn hatte Obama einen reibungsloseren Ablauf versprochen. Doch das Ergebnis wurde eher schlechter als besser. Bis weit in den Monat hinein war die Seite komplett offline: “Verbindung fehlgeschlagen”!

Kurz nach dem dritten Advent tat sich dann etwas, healthcare.gov ist seitdem wieder online, mit neuer Startseite und erweiterten Funktionen. Schön für die Amerikaner, die bis zum 23. Dezember ihren Vertrag abschließen müssen, um ab dem 1. Januar versichert zu sein. Aber auch schön für uns, weil uns doch die spannende Frage umtreibt, wie eine 500-Millionen-Euro-Seite aussieht, die Versicherungen verkaufen möchte.

Die Startseite von healthcare.gov nach dem Relaunch im Dezember.

Die Startseite von healthcare.gov nach dem Relaunch im Dezember.                         Screenshot healthcare.gov

Auf den ersten Blick hat healthcare.gov mit “unseren” Auftritten der ÖVU nicht viel gemein. Design, Seitenstruktur, Userführung, Icons und Fonds sind nah an tumblr, WordPress und anderen populären Blogging-Plattformen – vertrautes Terrain für den Nutzer also. Social Media ist ohnehin ein zentraler Aspekt, fast jeder Beitrag lässt sich mit den gängigen Communites teilen, eigene Youtube-, Twitter-, und  Facebook-Kanäle existieren ebenso und werden reich gefüttert (und ebenso zahlreich genutzt). Das macht aus mehreren Perspektiven Sinn:

  1. Reichweite: Kaum ein US-Bürger, der nicht über einen der genannten Kanäle zu erreichen wäre.
  2. Zielgruppe: Ein funktionierendes Gesundheitssystem braucht eine solide Basis jüngerer und damit gesünderer Klienten, um die kostspieligeren, älteren Kunden finanzieren zu können.
  3. Vertrauensbildung: Bei aller Skepsis, die gegenüber HealthCare.gov herrscht, ist ein auf Facebook geteilter Vertragsabschluss immer noch die beste und vor allem nicht käufliche Werbung für das Projekt.
  4. Größtmögliche Transparenz: In Anbetracht der brisanten Begleitumstände sind die Seitenbetreiber darum bemüht, Vorurteilen und Vorwürfen offen entgegenzutreten und offen mit (kritischen) Fragen umzugehen.

Interessant ist die “Verkaufsstrategie” von healthcare.gov. Der Vertragsabschluss wird als Online-Shopping inszeniert. Der User kauft ein im “Marketplace”, ein Comic-Video zeigt den Nutzer als Supermarkt-Kunden, der sich Tarif-Bausteine aus dem Regal in den Einkaufswagen legt. Bild- und Textsprache sind sehr einfach gehalten. Die Intention scheint klar: Emotionale Nähe schaffen, die Hürden zum Abschluss so niedrig wie möglich halten.

Die Hauptnavigation der Startseite führt den User zu dreierlei Zielen: den Beispielrechner, den erwähnten “Marketplace” und zum Sonderprogramm für Einkommensschwache. Ich teste den Beispielrechner und nach der zackigen Abfrage von Bedarf, Wohnort, Alter und Einkommen bietet mir die Seite sechs “Health Plans” feil – einen in Bronze, je zwei in Silber und Gold sowie einen in Platin. Je wertiger, desto höher meine Beiträge, desto höher die Übernahme meiner entstehenden Rechnung. Es gibt noch eine fünfte Kategorie, und zwar unterhalb von Bronze. Die heißt “catastrophic”, scheint nicht so gut zu sein, wurde mir aber auch nicht zum Kauf angeboten.

Tarifbausteine bei healthcare.gov: Bronze, SIlber, Gold, Platin - und "catastrophic"

Tarifbausteine bei healthcare.gov: Bronze, Silber, Gold, Platin – und “catastrophic”

Die Ausgeschaltung der Tarife ist denkbar überaschaubar, der Produktvergleich fällt leicht, benötigte Detailinformationen sind verlinkt. Gefällt mir, was ich sehe, winkt von überall der “Apply”-Button, der mich zum “Marketplace” und damit zum Vertragsabschluss bringt. Doch da endet meine User-Reise, ein Testaccount wurde mir leider verwährt.

Der Produktvergleich kommt reduziert und überschaubar daher.              Screenshot healthcare.gov

Was bleibt?  Durch die deutsche Versicherungsbrille eine unkonventionelle Optik. Es grüßen keine aktiven Senioren und glücklichen Jung-Familien. Dafür gibt es eine intensive Social-Media-Anbindung und ein riesiges Kontakt- und Informationsangebot, was sicherlich den Begleitumständen geschuldet ist. Die User-Führung ist stringent, intuitiv und ohne großen Schnick-Schnack, wenn auch etwas textlastig. Das Design ist responsiv, jedoch sind sind viele Seiten in Tablet-Ansicht arg “zerschossen”. Die Programmierarbeiten waren also wahrscheinlich nicht der größte Posten auf der 500 Millionen Dollar-Rechnung.

Bleibt zu hoffen, dass die Seite ihren Zweck erfüllt und jeder Versicherungsschutz bekommt, wer ihn benötigt.

Quellen und Lesetipps:

 

Dez
13

Made for Mobile – Perspektive für Unternehmen

13. März 2013: der Papst hält anlässlich seiner Wahl eine Ansprache. Vor ihm: ein Lichtermeer. Es sind nicht Kerzen, sondern Lichter von Tausenden Smartphones. Sie erhellen den Platz und versuchen jede Sekunde der Rede als Ton, Video oder Foto festzuhalten.

Immer „on“ zu sein – mit dieser Möglichkeit eröffnen Smartphones eine ganz neue Dimension der Berichterstattung. Die Schlüsselwörter heißen: Ortsungebundenheit, Geschwindigkeit, Aktualität und Kürze. Ebenfalls locken die Produktionskosten, die beim Smartphone-Journalismus weit unter denen traditioneller Produktionsweisen liegen. Dass Aufnahmen mit dem Smartphone gegenüber den teuren Audio- und Bildtechniken nicht immer zurückstehen müssen, zeigen einige Arbeiten aus den vergangenen Jahren.
23. Januar 2013: Kameramann Andy Portch und Korrespondent Mark Stone berichten live von einem Brand aus China. Aufgenommen wurde mit einem iPhone, die Liveschaltung zur BBC erfolgte über die App Dejero+.Liveschalte_mobile Auch das Videoschnittprogramm iMovie verfügt bereits jetzt über eine CNN-iReport-Integration. Auf dem Smartphone angefertigte Videoclips können statt bei YouTube auch direkt auf der von CNN bereitgestellten Plattform veröffentlicht werden. Dass eben nicht das Equipment sondern der Produzent gute Bilder ausmacht, bewies ferner Pulitzer-Preisträger Damon Winter mit seiner auf dem iPhone aufgenommenen Fotoreportage über das 1. Bataillon der 87. Infanterie der US-Armee im Norden Afghanistans. Er gewann 2010 den dritten Platz beim renommierten Pictures-of-the-Year-Wettbewerb.

Ohne den Umweg über das Studio oder die Redaktion zu nehmen, setzen Nachrichtenagenturen und Handyhersteller auf so genannte Toolkits. Mit ihnen produzieren und publizieren sie Multimediamaterial in Sendequalität. Im Januar 2008 wurde der Einsatz auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos getestet.

Mobile Journalism auch in deutschen Redaktionen?

Blick nach Deutschland: Auch die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfundanstalten der mobile-reportingBundesrepublik Deutschland sollen sich langsam an Mobile Journalism heranwagen: „Die ARD will bei Großereignissen beweglicher werden. Korrespondenten können künftig mit ihrem Smartphone live auf Sendung gehen”, schreibt Redakteur Daniel Bouhs am 7.2.2013 in der taz. Und weiter: „Mehrere Dutzend Reporter in den ARD-Studios im In- und Ausland seien bereits mit dem Modul ‘Mobile Reporter’ ausgestattet. Wird es aktiviert, zeichnen die Server in Hamburg direkt auf, was ein Reporter auf dem Monitor seines Taschenbüros sieht – die Kennung des Korrespondenten inklusive, zur Sicherheit.”

Ein Jahr nachdem Apples iPhone auf den Markt gekommen ist, findet auch auf wissenschaftlicher Ebene  eine erste Auseinandersetzung mit dem Trend „Mobile Reporting“ statt. „Mobiles Allround-Massenmedium“, bezeichnen die Wissenschaftler Ralf Hohlfeld und Cornelia Wolf die mobilen Endgeräte. Sie haben 2007 Chefredaktionen und Multimediadienste hinsichtlich der Nutzung mobiler Endgeräte zur Medienproduktion befragt. Nach Auffassung vieler Befragter gehöre es demnach „zu den wahrscheinlichsten redaktionellen Konsequenzen der Individualisierung, dass Nachrichten künftig für Zielgruppen recherchiert und infolge der möglichen Identifizierung und Lokalisierung sogar zielpersonengerecht im jeweiligen Medium positioniert werden.“

Die Etablierung des Smartphone-Journalismus erscheint im Zuge der digitalen Entwicklungen als selbstverständlich. Ausrüstung_Mobile JournalismDennoch wagen sich verhältnismäßig nur wenige Redaktionen an die Aufnahme mit dem mobilen Begleiter heran. Dem Mobile Journalism wird von den alteingesessenen Redakteuren stattdessen skeptisch und eher mit Spott begegnet. Hinzukommt, dass das Smartphone alleine technisch noch nicht mit den traditionellen Aufnahmegeräten mithalten kann. Und auch gerade die Bearbeitung von Ton- und Bildspuren ist auf den kleinen Bildschirmen nur suboptimal. Die mobile Konkurrenz rüstet trotzdem auf. Mit externen Mikros, Objektiven, den dazugehörigen Apps – und selbst Steadycam-Vorrichtungen für das iPhone sind bereits auf dem Markt.

Was heißt das für die Unternehmenskommunikation?

Mobile Reporting gehört aktuell noch zur Nische und ist zumeist noch mehr Low-Budget-Experiment als High-End-Produktion. Wir wissen jedoch bereits: Die Zukunft ist mobil. Und gerade die Entwicklung im Mobile Journalism gibt uns zum Einen einen Vorgeschmack darauf, wie uns zukünftig multimediale Nachrichten übermittelt werden können. Zum Anderen werden aber auch Perspektiven und Chancen für die eigene Unternehmenskommunikation gegeben.

Die Kommunikation auf sozialen Netzwerken zeigt sich nachweislich durch die Integration multimedialer Inhalte am effektivsten. Mit den Tools des „Mobile Journalism“ könnte also entsprechend auch eine Öffentlichkeitsabteilung kostengünstig und ohne das Hinzuziehen weiterer Manpower aufrüsten. Im Vordergrund könnte die Erschließung der jungen Zielgruppe, Kundenbindung, Neukundengewinnung oder die individuelle Kundenansprache stehen.

Nützliche Apps – auch für die Unternehmenskommunikation

Wir haben für Sie die nützlichen Anwendungen und Technik-Features für Smartphones aufgelistet, die nicht nur für Journalisten interessant sind.

RECHERCHE

Ihnen fehlen Inhalte für Ihre Beiträge auf Facebook, Twitter und Co? Diese Dienste können bei der Recherche sehr dienlich sein.

Twitter
Immer die neuesten Nachrichten als erster lesen – auf das Wichtigste komprimiert. Bei Twitter entscheiden Sie, von wem bzw. zu welchen Themen Sie Infos bekommen wollen. Natürlich für iPhone- und Android-Nutzer.

Feadly News Reader
Für den direkten und individuellen Informationsmix aus mehreren Quellen Nachrichtenseiten in einer App bündeln. Für iOS und Android. Ähnlich aufgebaut: Flipboard.

FOTOS

Snapseed
Nur eine von zahlreichen Apps zur Fotobearbeitung auf iOS- und Android-Geräten.

Camera+
… bietet Android- und iOS-Nutzern einen professionellen Funktionsumfang, der die bereits fest auf dem Gerät implementierte Foto-App um Längen schlägt. Vor allem durch bessere Modifikationsmöglichkeiten in den Bereichen Fokus, Belichtung und Weißabgleich. Geschossene Fotos lassen sich zudem nachträglich mithilfe von Filtern und zahlreichen weiteren digitalen Werkzeugen bearbeiten.

AUDIO

iSaidWhat
Eine von zig Apps für Tonaufnahmen mit dem iPhone. Alternativ bietet sich auch das vorinstallierte iTalk an.

Tape Machine
Günstiges Aufnahme-Tool für Android-Geräte.

Hindenburg
Die für Journalisten konzipierte App Hindenburg erlaubt ein professionelles Auspegeln und Monitoring während der Aufnahme und unterstützt Zusatzhardware wie ein externes Mikrofon. Nach der Aufnahme lässt sich das Audiomaterial mit etwas Fingerfertigkeit bearbeiten und über verschiedene Ausspielwege weiterverbreiten oder veröffentlichen. Mit 26,99 € jedoch verhältnismäßig teuer.

Hokusai Audio Editor
Die Mehrspurschnittsoftware ist eine gute und als Gratis-App kostengünstige Alternative und vollkommen ausreichend für einfache Tonbearbeitungen.

VIDEO

Auch hier gibt es unzählige Apps für iphone und Android, so zum Beispiel:

iMovie

… das bisher sicher prominenteste Video-Schnittprogramm für iphone-Nutzer.

VidTrim

Eines der vielen simplen Programme zur Videobearbeitung für Android-Geräte.

VERÖFFENTLICHUNG

Bambuser
Videolivestream via App für iOS und Android.

Lucie Live
Audiolivestreams in Studioqualität für iOS und Android.

NÜTZLICHE LINKS ZUM THEMA

http://mobile-journalism.com/

http://webjournalist.org/topics/mobile/mobileandjournalism-italy.pdf

http://www.fachjournalist.de/mobile-journalism/

http://www.journalist.de/ratgeber/handwerk-beruf/redaktionswerkstatt/10-dinge-die-journalisten-mit-ihrem-smartphone-ausprobieren-sollten.html

 

Dez
06

Suchmaschinenoptimierung – 20 praktische Tipps für Linkbuilding

Es sind viele Kriterien relevant, um von Google in den Suchresultaten möglichst gut positioniert zu werden. Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) der Webseite selbst (onpage) sowie die Backlinkstruktur (offpage) dürften aber die mit Abstand wichtigsten beiden Punkte sein.

Das Thema Linkbuilding steht gerade wieder im Fokus. Google straft gnadenlos manuell ab, was irgendwie unnatürlich aussieht. Andererseits hat Google mit dem Penguin-Update einen Weg gefunden, fragwürdige Linkprofile auch automatisch zu erkennen. Google hat damit die Techniker von der Linkbuilding-Bühne gedrängt, aber damit den Platz geräumt für die „Linkaufbau-Psychologen“.

iStock_000020045962SmallLinkbuilding ist menschlicher geworden, weil nicht nur Seiten miteinander  verknüpft werden, sondern auch die Menschen hinter den Webprojekten. Damit hat sich der Aufwand erhöht, weil hier recherchiert, verhandelt und hochwertiger Content erstellt werden muss. Linkbuilding ist damit facettenreicher, birgt aber neben dem SEO-Erfolg auch Risiken, weil die Auswirkungen nicht genau eingeschätzt werden können. In diesem Beitrag werden 20 einfache und effektive Tipps vorgestellt, die für viele Branchen einsetzbar sind:

  1. Auf Events, Kongressen usw. immer ein paar Fotos aufnehmen. Die Fotos auf Flickr hochladen, in der Description die URL angeben und  damit die Besucher- und Klickrate erhöhen.
  2. Ein Eintrag im Stadtbranchenbuch ist kostenlos, einfach und erfolgversprechend.
  3. Bilder mit Creative Commons-Lizenzen ins Netz stellen. Über Google Alert nachverfolgen, wer die Bilder ausgewählt hat und diese fragen, ob Sie nicht auf die Website verlinken möchten. Achtung: Bei Nutzung der Creative Commons Bildern muss der Urheber bzw. Autor genannt werden.
  4.  Zu einer konkreten Kundennachfrage Inhalt mit Mehrwertinformationen online stellen.  Anschließend für die Verbreitung sorgen, so dass er auch natürliche Links generiert. Wenn die Besucher bei Ihnen besondere Informationen finden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Links gesetzt werden.
  5. Als Autor einen Gastbeitrag auf einer anderen Website erstellen. Im Gegenzug erhält man einen Link auf die eigene Website und betreibt damit effektiv Linkbuilding.
  6. Videos erstellen, die einen komplizierten Sachverhalt einfach erklären. Dort die eigene URL reinsetzen und bei Videoportalen hochladen.
  7. Es gibt zu jedem Fachthema Leute, die im Thema tiefes Wissen haben, aber in der Internetwelt nicht zu Hause sind. Hier lohnt es sich, deren Meinung einzuholen und diese auf die Webseiten oder in Foren zu übertragen.
  8. Links von News-Seiten einholen , die eine hohe Sichtbarkeit haben und  dadurch  möglichst großen Trust zu erhalten. Spammy Backlinks haben einfach keinen Wert mehr.
  9. Über ein bestimmtes Fachgebiet außerhalb der digitalen Welt einen Blog schreiben und eine gegenseitige Verlinkung mit anderen Fachexperten erzeugen.
  10. Herausragenden Content erstellen und ein tolles Widget daraus machen. Das Widget soll einen Mehrwert für den Nutzer bieten und wird auf anderen Internetseiten eingebunden.
  11. Google-Adwords Kampagne zu themenaffinen Keywords der Website auf dem Google Display-Netzwerk schalten. Durch eine Auswertung der jeweiligen Placements lassen sich thematische Websites finden, die man anschließend als Linkpartner akquirieren kann.
  12. Bei Golem (Web-Portal für Nachrichten aus der IT-Branche) kann man auf Newsartikel, die nicht älter als vier Wochen sind,  Trackbacks setzen. Damit hat man einen relativ starken Link. Trackback ermöglicht den Bloggern festzustellen, ob auf ihren eigenen Eintrag in einem anderen Blog Bezug genommen wird. Dazu werden zwischen den beteiligten Blogs nach einem festen Protokoll Daten ausgetauscht, die die Beziehung zwischen den betreffenden Einträgen herstellen.
  13. Jeden Tag einen sinnvollen Blogkommentar schreiben und damit eine Autorität  für das Fachthema im Web werden. Das ergibt in einem Bereich jeden Tag einen Blogpost und jede Menge follow oder nofollow. Die Vorgehensweise bewegt sich  im natürlichen Linkbuilding: man hinterlässt seinen Namen und erhält Links.
  14. Fachleute aus der eigenen Nische anschreiben und höflich fragen, ob die noch andere Internetseiten zu dem Thema haben. Überraschend viele Leute antworten auf diese Anfragen, weil sie selbst ein Netzwerk aufbauen möchten. Der größte Fehler beim Linkbuilding ist, einfach zu wenig zu fragen.
  15. Erstellung eines Whitepapers zum eigenen Themenfeld, sowie die grafische Aufbereitung und die Umwandlung in eine PDF-Datei. Am besten das Dokument auf einer Landingpage positionieren,damit andere Blogs oder Magazine darauf verlinken können. Da das Whitepaper einen optimalen Aufhänger für die Kontaktaktaufnahme mit hochwertigen Magazinen darstellt, ist das Verlinkungspotential sehr hoch.
  16. Auf die Konkurrenz verlinken. Hier bieten sich drei Links und die  Top 10 Keywords, wo man selber ranken will. Es wird empfohlen, mehrfach zuverlinken Das hat das Ziel, dass man die Links der eigenen Konkurrenz selber kontrolliert.
  17. Zu fast jedem Themengebiet gibt es die „Top 10/5/3“ die „jeder“ kennen sollte. Viele User sind an solchen Informationen interessiert. Wenn man mit dem Artikel den Einbettungscode zur Verfügung stellt, steigt die Erfolgsquote der Verlinkung an, da der verlinkende keinen Fehler machen kann. Diese Top 10 Listen kann man zusätzlich per Presseverteiler, Twitter und Facebook noch etwas pushen, so dass die Wahrscheinlichkeit einer Verlinkung steigt.
  18. Auf viele Konferenzen gehen, interessante Fotos machen und diese in im Blog hochladen. Die Anbieter kontaktieren und bei der Frage nach den Bildrechten die Veranstalter nebenbei über die Beiträge informieren. Die meisten werden auf diese Beiträge verlinken, weil sie damit Ihre eigene Veranstaltung vermarkten.
  19. Andere werden auf die Website verlinken, wenn das den Wert der eigenen Seite erhöht. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie anderen Websites irgendeine Art von Auszeichnung verleihen. Die zehn besten Websites zu Ihrem Sachgebiet auswählen und Ihnen ein Award verleihen und den Icon auf den Bericht der eigenen Seite verlinken.
  20. Mit Infografiken können komplexe Sachverhalte einfach und häufig auch amüsant transportiert werden. Webseitenbetreiber und Social-Media-Nutzer werden durch solche attraktiven Inhalte animiert, freiwillig zu verlinken oder auf Social-Media-Plattformen zu teilen.

Nov
11

Einblicke in ÖV_digital – Informationsportal ist live!

Was ist ÖV_digital?

was_ist_oev_digital_introÖV_digital ist ein Großprojekt, mit dem die OEV gemeinsam mit den Öffentlichen Versicherern in die Zukunft startet. Das Ziel ist die Bildung einer ganzheitlichen Online-Marke, die ein emotionales Markenerlebnis im Internet schafft und für alle Zielgruppen auf allen relevanten Kanälen präsent ist. Die Herausforderung dieses Projektes ist es, den Öffentlichen Versicherern ein Bausteinkonzept zur flexiblen Gestaltung ihrer Webseiten zu liefern. Diese Anforderungen gestaltet das ÖV_digital Projektteam gemeinsam mit den Pilotunternehmen Versicherungskammer Bayern (VKB) und Union Krankenversicherung (UKV).

Begleitende Projektkommunikation

Bei einem Projekt dieses Umfangs ist ein kontinuierlicher Informationsfluss unerlässlich. Sowohl zwischen der OEV und den Piloten VKB und UKV sowie externen Dienstleistern wie codecentric und Pixelpark muss ein intensiver Austausch stattfinden. Daraus erwuchs die Idee einer unterstützenden Projektkommunikation im Sinne eines Projektmarketings. Sie soll dazu beitragen,

  • dass  Informationen an alle Beteiligten gestreut werden,
  • die Bedeutung von ÖV_digital für die Versicherungsunternehmen dargestellt wird,
  • Interesse und Akzeptanz gefördert werden,
  • die Konzeptions- und Umsetzungsphase bei den Piloten begleitet wird.

Zu diesem Zweck erstellte die OEV eine auf WordPress basierende Internetpräsenz. Diese ist nur per Login aufrufbar und enthält folgende Inhalte:

  •     Was ist ÖV_digital? (Projektnutzen und Projektziele)
  •     Aktuelle News (Interviews, Berichte, Fotos)
  •     Leistungsportfolio (Projektplanung, Konzeption, Design, Entwicklung)
  •     Organigramme
  •     Zeitstrahl mit Meilensteinen

Der Start des Pilot-Masters ist für 2014 geplant. Parallel zur Entwicklung des neuen Internetmasters bei den Piloten, wird auch die Internetpräsenz ausgebaut und der Prozess informativ begleiten. Das Infoportal erreichen Sie über diesen Link: https://www.oevdigital.info/.

Okt
28

Im Interview: Timo Bakenfelder, neuer Redakteur bei der OEV

Redaktionelles Arbeiten gehört zu den Kernaufgaben der OEV. In dem Interview mit Timo Bakenfelder geht es um die Aufgabenschwerpunkte der Online-Redaktion. Das Interview gehört zu einer Artikelserie, bei der einzelne Aufgabenbereiche und Mitarbeiter der OEV vorgestellt werden.

Nicole Kompalla- Fiebig (Marketing und Kommunikation, OEV): „ Seit wann arbeitest Du bei der OEV und was sind deine Aufgabenschwerpunkte?“

oev_onlinedienste_timo_bakenfelder_140x93Timo Bakenfelder: Hallo Nicole! Seit September steh ich jetzt bei der OEV als Online-Redakteur in Lohn und Brot. Meine vordringlichste Aufgabe bestand also zunächst darin, den großen OEV-Kosmos zu durchleuchten: angefangen beim Redaktionssystem, über unser Kundengeflecht bis hin zu den ganzen Fachabkürzungen hier im Büro. Jetzt gilt es, Routine im täglichen Kundengeschäft zu bekommen, Optimierungspotential zu erkennen und mich gewinnbringend in laufende und neue Projekte einzubringen.

Nicole Kompalla- Fiebig (Marketing und Kommunikation, OEV): „Welche Berufserfahrung bringst Du mit?“

Timo Bakenfelder: Nach dem Abitur habe ich beim SiegerlandKurier ein Redaktions-Volontariat absolviert und in der Folge dreieinhalb Jahre im Hochsauerland als Lokalredakteur gearbeitet. Nach Düsseldorf kam ich, um an der Heinrich-Heine-Universität Sozialwissenschaften (Soziologie, Politik, Medien- und Kommunikationswissenschaft) zu studieren. Währenddessen hab ich unter anderem in der Online-Redaktion der Rheinischen Post, in der Presseabteilung bei Fortuna Düsseldorf und für den Sportinformationsdienst SID in Köln gearbeitet. Zuletzt war ich zwei Jahre als PR- und Social-Media-Manager bei einem Kölner Startup tätig und freue mich, jetzt wieder in Düsseldorf zu sein.   

Nicole Kompalla- Fiebig (Marketing und Kommunikation, OEV): Was macht für Dich den Kern der Arbeit eines Online-Redakteurs aus?“

Timo Bakenfelder: Die Phrase „Content is King“ ist zwar schon sehr betagt, aber nach wie vor von zentraler Bedeutung. Gerade mit zunehmender mobiler Nutzung müssen Inhalte im Internet kundengerecht serviert werden. Das heißt: Möglichst kompakt und übersichtlich, aber dennoch attraktiv und informativ und nicht zuletzt suchmaschinenoptimiert. Und dazu braucht es einen Online-Redakteur

Nicole Kompalla- Fiebig (Marketing und Kommunikation, OEV): Wie gehst Du in den Projekten vor?“

Timo Bakenfelder: Am Anfang steht meist die Frage „Wer will was wem mit welchem Ziel sagen?“. Dann müssen wir schauen, wie das mittels Text, Grafik und Funktion umzusetzen ist.

Nicole Kompalla- Fiebig (Marketing und Kommunikation, OEV): Gibt es noch weitere Punkte, die Dir in Deiner Arbeit wichtig sind?“

Timo Bakenfelder: Eine funktionierende Kommunikation! Innerhalb des eigenen Teams, aber auch teamübergreifend.

Nicole Kompalla- Fiebig (Marketing und Kommunikation, OEV): „Welche Internetauftritte gefallen Dir persönlich/privat am besten und warum?“

Timo Bakenfelder: 11freunde: Nicht ganz so wertvoll wie das Print-Magazin, aber dennoch eine hervorragende Seite.  Frankfurter Rundschau: Sehr gelungene Internetpräsenz.
Facebook natürlich: alte Freunde, neue Bekannte, Nachrichtenstream und leichte Unterhaltung.

Nicole Kompalla- Fiebig (Marketing und Kommunikation, OEV): Danke für das Interview“.

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