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Apr
16

Aller Anfang ist schwer

Die Social-Media-Landschaft ist so bunt und vielfältig, da erscheint aller Anfang manchmal schwer. In der Vergangenheit, als Erfahrungswerte auf dem Gebiet des unternehmensseitigen Social-Media-Engagegements noch kaum vorhanden waren, hat diese Orientierungslosigkeit oft zu ungeplantem Aktionismus geführt und Accounts in verschiedensten Medien wuchern lassen, die heute leider nicht mehr gepflegt werden. Dass ein solches Vorgehen Potenziale verschenkt, nur durch Zufall zum Erfolg führt und häufig sogar negative Folgen wie Imageschäden mit sich bringt, zeigen wir in diesem Blog an anderer Stelle mit einer Beleuchtung von Best- und Worst-Practice-Beispielen. Die folgenden drei Leitsätze helfen dagegen dabei, das Thema Social Media grundsätzlich überlegt und somit erfolgreich anzugehen.

1. Schaffen Sie sich eine Basis und bleiben Sie auf dem Laufenden.
Verschaffen Sie sich einen Eindruck und ein Gefühl für die Gesetzmäßigkeiten. Machen Sie sich vertraut mit der Social-Media-Sphäre, indem Sie die Aktivitäten anderer erfolgreicher Unternehmen und Marken verfolgen – z.B. Allianz auf Twitter , die Noa Bank auf Facebook, Starbucks oder den TÜV Rheinland mit integrierter Nutzung mehrerer Kanäle. Bleiben Sie ständig auf dem Laufenden, was die direkte Konkurrenz gerade treibt und was neue, kreative Ideen anderer Unternehmen und Marken betrifft.

2. Informieren Sie sich über die Social-Media-Reputation Ihres Unternehmens.
Behalten Sie im Blick, wer wann was wo über Ihr Unternehmen einstellt. Wenn noch kein Monitoring durchgeführt wird, helfen für den Anfang kostenlose Tools wie SocialMetion oder WhosTalkin.

3. Für umfangreiche Maßnahmen gilt: Definieren Sie Ziele, planen Sie gründlich.
Nehmen Sie sich bei umfassenden Aktivitäten – wie dem Ausfeilen einer Gesamtstrategie oder dem Aufbau einer Facebook-Präsenz – ausreichend Zeit für die Zieldefinition und Planung (unter Berücksichtigung aller involvierten Unternehmensabteilungen und gewünschten Funktionen).

Diese Grundprinzipien sind für eine bessere Orientierung bestimmt und nicht dazu gedacht, den Spaß an Social Media zu verderben. Wichtig ist, zu verstehen, dass Social Media kein linearer, reiner Marketing- oder Vertriebskanal ist. Der Versuch, es dafür zu etablieren, würde nicht funktionieren, sondern von der Social Community entlarft und abgestraft werden. Social-Media-Engagement (auch von Unternehmen) muss authentisch und vor allem menschlich bzw. persönlich bleiben. Und dazu gehört natürlich immer auch ein bisschen „trial&error“. Das schließt dennoch nicht aus, dass der grundlegende Rahmen und die wesentlichen Ziele eines Social-Media-Engagements Ihres Unternehmens ex ante geklärt sein sollten. Denn auch wenn Sie noch dabei sind sich heranzutasten, sollten Sie dennoch wissen woran.

Diese Empfehlung gilt grundsätzlich für jedes professionell agierende Unternehmen, umso mehr jedoch für Unternehmen der Finanzdienstleistungs- bzw. Versicherungsbranche, deren bedeutendster immaterieller Vermögenswert das Vertrauen der Kunden, aufbauend auf einer seriösen Wahrnehmung des Unternehmens, ist. Vor allem da der Ruf nach Transparenz der Branche lauter ist denn je zuvor – und ein wesentlicher Faktor für Kundenentscheidungen sein kann.

Wenn Sie sich an die hier vorgestellten drei Schritte halten, sind Sie gut positioniert und der Anfang sollte nicht mehr schwer fallen. Speziell die für ein überlegtes Engagement wesentlichen Themen Social-Media-Monitoring sowie -Strategie werden wir in diesem Blog an anderer Stelle noch verteifen.

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