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Apr
16

Worauf man achten sollte, wenn man als Unternehmen bzw. für ein Unternehmen im Social Web aktiv ist

Der Social-Media-Erfolg hängt vom Einbezug und der Motivation der eigenen Mitarbeiter ab, denn nur durch sie wird diese Unternehmenskommunikation erst „social“. Viele Mitarbeiter in Unternehmen haben jedoch noch Berührungsängste mit den neuen Medien, da immer wieder von „speziellen Spielregeln“ im Social Web die Rede ist. Andere dagegen kommunizieren manchmal etwas vorschnell und sind überrrascht, wie gnadenlos das Social Web inhaltsleere Beiträge und verbale Fehltritte abstraft.

Wir haben Ihnen hier die zehn wichtigsten Kommunikationsregeln zusammengefasst, die grundsätzlich jeder Autor im Social Web, insbesondere aber diejenigen, die für ein Unternehmen in der Social-Media-Sphäre aktiv sind und/oder sich während persönlicher Aktivitäten auf das Unter-nehmen beziehen, beherzigen sollte.

1. Leisten Sie relevante Inhalte und Beiträge.
Das Web enthält unzählige Inhalte. Die einzige Möglichkeit, wahrgenommen zu werden, besteht aus Relevanz bzw. Wertschaffung. Soziale Kommunikation sollte immer einen gewissen Mehrwert enthalten (z.B. nützliche Hinweise oder neue Ein- und Ansichten).

2. Schreiben Sie nur über Themen, mit denen Sie sich auskennen.
Halten Sie sich an Ihr Sach- und Fachwissen. Stellen Sie neue, individuelle Perspektiven zu dem bereit, was in Ihrem Unternehmen und thematisch darauf bezogen in der Welt passiert. Wenn Sie über ein Thema schreiben, bei dem Sie kein Experte sind, sollten Sie dies klarstellen. Schreiben Sie in der ersten Person. Überlassen Sie z.B. rechtliche Belange oder Presseanfragen ausschließlich den dafür zuständigen Abteilungen.

3. Seien Sie transparent und übernehmen Sie Verantwortung.
Andere Mitglieder der Social-Media-Sphäre finden schnell heraus, ob Sie ehrlich sind. Verwenden Sie echte Namen. Weisen Sie darauf hin, für welche Firma Sie arbeiten und machen Sie Ihre Rolle klar, wenn Sie z.B. einen Blog oder Foreneinträge über Ihre Arbeit verfassen.

4. Halten Sie Richtlinien, Gesetze und Normen ein.
Respektieren Sie jederzeit existierende Unternehmensrichtlinien (Handelsgeheimnisse, Vertraulichkeit, Veröffentlichung von Inhalten und Daten etc.). Beachten Sie geltende und ungeschriebene Gesetze wie Urheberrechte und die Wahrung geistigen Eigentums. Stimmen Sie sich in unsicheren Fällen mit Ihren Vorgesetzten ab. Denken Sie daran, dass Sie für Ihre veröffentlichten Inhalte persönlich verantwortlich sind!

5. Seien Sie Sie selbst, aber bleiben Sie fair.
Ob auf der Website, in einer Community, in Blogs oder Foren: Seien Sie authentisch. Bringen Sie Ihre eigene Persönlichkeit ein. Geht es um persönliche Aussagen, muss dies allerdings deutlich sein. Vor allem interne Kritik sollte dabei aber intern bleiben – Arbeitsfrust gehört nicht in die Social-Media-Kommunikation. Und: Äußern Sie sich niemals persönlich verletzend.

6. Begreifen Sie Social Media als offenen, gemeinschaftlichen Dialog.
Sprechen Sie mit Ihren Lesern/Empfängern/Rezipienten, wie Sie mit Kollegen sprechen würden. Wählen Sie eine „normale“ Sprache. Schreiben Sie Inhalte, die offen für einen Dialog sind und laden sie aktiv zu Antworten ein. Sie können den Dialog auch ausweiten, indem Sie andere Personen zitieren, die zum gleichen Thema schreiben, und auf diese eingehen.
Machen Sie sich zu Nutze, dass auch Andere interessante Inhalte bereitstellen. Oft ist schon ein kommentierter und mit Quellenangabe versehener Link zu einem anderen Blogbeitrag, einem Video, einer Infografik o.ä. ein relevanter Beitrag, falls Ihre Leser von selbst nicht darauf stoßen würden. Dabei sollten Sie aber immer Urheberrechte und das geistige Eigentum Anderer wahren.

7. Führen Sie den Dialog bedacht und hören Sie zu.
Lassen Sie auch abweichende Meinungen zu, ohne diese anzugreifen. Hören Sie Anderen zu und seien Sie im respektvollen sozialen Dialog sorgfältig und überlegt. Veröffentlichte Inhalte können Sie nicht mehr zurückholen. Wenn eine Diskussion aufgeheizt ist, lässt sie sich nur noch schwer in geregelte Bahnen leiten. Kommentieren Sie negative Meinungen daher nicht destruktiv, son-dern konstruktiv – und löschen Sie keine Beiträge anderer Nutzer auf eigenen Profilen oder Blogs (außer der Inhalt verstößt gegen festgelegte Anstandsregeln oder geltende Gesetze). Bei kritischen Beiträgen zum eigenen Unternehmen hilft eine Portion Gelassenheit – harte Maßnahmen (z.B. Klagen) ziehen häufig noch stärkeren und geballteren Unmut nach sich.

8. Seien Sie regelmäßig aktiv.
Auch wenn Social-Media-Nutzung zeitintensiv sein kann: Beteiligen Sie sich nicht an Diskussionen und eröffnen Sie keinen Dialog, ohne regelmäßig im Auge zu behalten, wer in welcher Weise darauf reagiert. Social Media lebt von Aktualität. Bleiben Sie also konsequent am Ball.

9. Lernen Sie aus Fehlern.
Fehler sind menschlich – geben Sie diese guten Gewissens zu. Seien Sie offen, entschuldigen Sie sich wenn angebracht und korrigieren Sie Fehler schnell. Nehmen Sie sich Zeit und senden Sie bei Unsicherheit nicht überhastet Beiträge ab. Fragen Sie im Zweifel einen Vertrauten nach seiner Meinung bzw. jemanden, der sich mit der Materie auskennt und wägen Sie ab. Allerdings: Ein eindeutiges „Richtig“ oder „Falsch“ gibt es nicht immer – lassen Sie sich davon also nicht lähmen.

10. Haben Sie Spaß!
Wenn Sie keinen Spaß an Social-Media haben, lassen Sie es sein. Es sollte kein Zwang für Sie darstellen. Andere User merken das und werden selbst das Interesse und den Spaß am Verfolgen Ihrer Beiträge verlieren.

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