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Apr
30

Social-Media-Vorurteile und -Mythen (Teil 1)

Manchmal sind Vorurteile ein Mittel zum Zweck, sich nicht näher mit einer Sache beschäftigen zu müssen. Manchmal ist neben Bequemlichkeit auch Angst mit im Spiel. Was immer auch der Auslöser sein mag – Vorurteile hindern uns daran, eine Sache tiefer zu ergründen. Dadurch bleiben aber häufig auch die positiven Seiten dieser Sache verborgen.

Beim Phänomen Social Media verhält es sich genau so. Besonders alteingesessene, eher technikferne Branchen, wozu auch Versicherungen zählen können, schrecken vor diesem Thema häufig zurück. Wie schon in den Neunzigern das Internet an sich – oder vor „Ur“-Zeiten das Fernsehen – wird auch Social Media nicht immer differenziert betrachtet, sondern stellt für viele Menschen pauschal entweder eine Gefahr oder aber bloß eine Welle dar, die vorüberschwappt. Genau damit wären wir auch schon beim ersten beliebten Vorurteil – um nicht zu sagen Mythos:

Social-Media-Vorurteile

Die entschiedene Antwort lautet: NEIN! Der Mensch als soziales Wesen hat ein Urbedürfnis nach Kontakt mit anderen Menschen. Social-Media-Nutzung spricht genau dieses Bedürfnis an und macht sein Ausleben zum Selbstverständnis. Sie ermöglicht, wie kein anderes Medium, Interessensschwestern und -brüder zu finden und sich jederzeit und überall mit weltweiten Bekannten und Freunden zu vernetzen und auszutauschen. Und der Nutzer kann mitreden – ja: mitentscheiden und etwas bewirken. Am United-Airlines-Beispiel (im vorletzten Beitrag erwähnt) ist hervorragend zu sehen, welche Chancen auf Reichweite sich einem einzigen Kunden bieten – da erblassen viele TV-Produzenten vor Neid.

Steigende Nutzerzahlen und -intensitäten aller wichtigen Social-Media-Seiten wie Facebook (facebook-nutzerzahlen-april-2010) belegen: Social Media ist kein Hype! Eine wunderbare Zusammenfassung überzeugender Zahlen und Fakten finden Sie in diesem Clip:

Ein anderes weit verbreitetes Vorurteil, das aus der Ecke „Angst“ – meistens vermischt mit ein wenig Bequemlichkeit – kommt, lautet:

Social-Media-Vorurteile

Dem kann man entgegenen: Nichts ist schlechter als schlechte Produkte oder Dienstleistungen! Social Media eröffnet dem Unternehmen lediglich einen weiteren (persönlichen) Kanal für die Kommunikation seiner Produkte, Leistungen und Inhalte. Sind diese nicht gut, würden sie auch ohne Social-Media-Präsenz Angriffsfläche bieten. Die Kunden werden sich so oder so im Social Web darüber austauschen und Bewertungen abgeben. Ob Sie nun dabei sind, zuhören und den Dialog anbieten oder nicht.

Dennoch sind PR-Krisen (ob mit oder ohne Social Media) nie ausgeschlossen. Wenn Sie im Falle einer (nahenden) Krise befolgen, was in den beiden vorangegegangenen Beiträgen zum Thema Issue Management empfohlen wird – und natürlich von Ihren Produkten und Dienstleistungen überzeugt sind – sollten Sie gut gewappnet sein. Positiv gesehen: Durch Social Media verfügen Sie sogar über einen zusätzlichen Kanal für ein mögliches Krisenmanagement!

Social Media ist also – ganz im Gegenteil – keine reine Gefahr, sondern die Chance auf ehrliches Kunden-Feedback und ein (Customer-Care-)Kanal, der die Möglichkeit persönlicher Kontaktaufnahme bietet. Damit eröffnen sich neue Chancen für eine Optimierung eigener Leistungen und Handlungen. Wer davor allerdings zurückschreckt, der sollte auch nichts erzwingen. Denn Erfolg wird Ihr Social-Media-Engagement nur dann haben, wenn Sie die “Spielregeln” anerkennen und verinnerlichen.

Weitere Vorurteile und Mythen folgen in Kürze…

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