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Mai
06

Social-Media-Vorurteile und -Mythen (Teil 2)

Heute geht unsere Auseinandersetzung mit den gängigsten Social-Media-Vorurteilen in die zweite Runde.

Gerade von Unternehmensvertretern alteingesessener Branchen wird Social Media häufig immer noch als reines Spielzeug abgetan:

Social-Media-Vorurteile und -Mythen

Sicher fällt es schwer, etlichen Corporate-Twitter- oder Facebook-Accounts einen Sinn zuzusprechen. Das liegt aber an der jeweiligen Nutzungsweise; und vor allem an den (fehlenden) Inhalten – nicht an den Tools selbst, die bei sinnvoller Nutzung durchaus großes Potenzial bergen. Für Versicherungsunternehmen z.B. in Form eines Blicks hinter die Kulissen des Konzerns, um dadurch ein positives Employer Branding aufzubauen (Beispiel Allianz), oder für kostenlose Expertentipps als Mehrwert-Service (Beispiel ARAG).

Allein die Masse erreichbarer Nutzer und bereits nachweisbare Unternehmenserfolge bieten genug Argumente für das Fazit: Sinnvoll genutzt ist ein Social-Media-Engagement alles andere als Spielerei! …obwohl der Spaßfaktor natürlich hoch sein kann.

Das nächste Vorurteil scheint sich in vielen Marketingabteilungen und Agenturen leider nach wie vor hartnäckig zu halten:

Social-Media-Vorurteile und -Mythen

Nicht zuletzt hatte z.B. Vodafone der eigenen Reputation geschadet. Das Telko-Unternehmen versuchte durch zwei Web-2.0-Ikonen in TV-Spots (inklusive Außenwerbung) die Social-Media-Gemeinde für sich zu gewinnen. Diese Klassik wurde dann in Social-Media-Formate wie z.B. YouTube übertragen. Parallel wurden Werbebotschaften im Rahmen wenig authentisch wirkender Blog-Beiträge platziert – alles andere als subtil (der Spiegel berichtete).

Klar, in der klassischen Kommunikation gilt: Wer laut genug schreit, dem hören die anderen schon zu. Oder zumindest können sie nicht weghören. Außerdem sind klassische Kampagnen leicht zu kontrollieren und zu steuern. Bei Social Media aber verhält es sich vollkommen anders. Hier geht es nicht um laute Monologe, sondern um Dialoge und Interaktionsmöglichkeiten auf Augenhöhe (durchaus auch mit kritischen Zielgruppen). Es geht zwar auch um Entertainment, vor allem aber um ein Ernstnehmen des Gegenübers. Auch wenn der Preis dafür ein gewisser Kontrollverlust sein mag, so ist der Ertrag einer durchdachten Maßnahme viel größer: nachhaltige Kontakte, die aus Überzeugung heraus als Multiplikatoren und Botschafter fungieren.

Den Abschluss für heute bildet schließlich das folgende Vorurteil:

Social-Media-Vorurteile und -Mythen

Natürlich ist eine mitreißende Idee grundlegend, aber noch lange nicht ausreichend. Denn nach der Umsetzung geht’s erst richtig los. Der Erfolg durch Social Media ist ein langfristiger, für den permanentes Engagement und laufende Optimierung notwendig sind. Der User muss aktiv mit inhaltlicher Relevanz, Authentizität und Originalität angesprochen werden. Das erfordert zwar Fleiß und Zeitressourcen – bringt als Ertrag aber die oben bereits erwähnten, nachhaltigen Kontakte ein.

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