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Jul
02

Social Media für das Personalmarketing – ein Fallbeispiel

Social-Media-Seiten werden mittlerweile für beinahe alle Unternehmensbereiche genutzt. Vor allem beim Thema Personal(suche) sind in letzter Zeit aber besonders viele Aktivitäten zu erkennen. Das mag daran liegen, dass hier eine nachvollziehbare Kosten-Nutzen-Rechnung aufgemacht werden kann. Das Unternehmen kann z.B. überprüfen, wie viele neue Mitarbeiter über Kanäle wie Facebook und Twitter gewonnen oder wie viele Ressourcen für klassische Stellenausschreibungen und -schaltungen eingespart wurden. Aber der Mehrwert von Social Media in der Personalarbeit bemisst sich nicht nur an diesen quantitativen Faktoren. Neben kontrollierbaren Zahlen geht es auch um eine völlig neue Qualität des Kontakts. Die sekundenschnell pflegbaren Facebook-, Twitter oder YouTube-Profile bieten zum einen optimale Employer-Branding-Möglichkeiten. Zum anderen bieten sie quasi ein Beziehungsmanagement-System für potenzielle Mitarbeiter, auch wenn der jeweils passende Job gerade mal nicht frei ist, da das Aufrechterhalten von Kontakten auf einfache Art und Weise ermöglicht wird. Zusätzlich bietet vor allem XING erstklassige Recruiting-Optionen – z.B. durch passgenaue Profilsuche.

Es gibt viele Beispiele für die gelungene Social-Media-Nutzung im Personalbereich. Ein Vorreiter kommt sogar aus der Versicherungsbranche: Der bereits mehrfach für Online-Personalmarketing ausgezeichnete Versicherungsriese Allianz macht vor, wie das „gesamte“ Social-Media-Paket sinnvoll eingesetzt werden kann.

Das rege genutzte XING-Profil als zentrale, „formale“ Social-Media-Unternehmenspräsenz wird mit Pressemeldungen bestückt und verleiht durch die Bündelung der in XING aktiven Mitarbeiter Gesicht.

Social Media für das Personalmarketing – ein Fallbeispiel

Etwas interaktiver geht es auf dem Facebook-Profil „Allianz Karriere“ zu. Hier gibt es „informellere“ Infos und Aktionen rund um das Thema Karriere, vor allem zur Aktivierung und Einbeziehung der jüngeren Zielgruppe. Zum Beispiel werden die „Fans“ an der Namensfindung für das Praktikantenprogramm beteiligt. Eine Jobsuche ist eingebunden, Events werden angekündigt und das Human-Ressources-Team stellt sich persönlich vor. Klickt man eine(n) Ansprechpartner(in) an, landet man zur Kontaktaufnahme prompt auf dem jeweils persönlichen XING-Profil.

Social Media für das Personalmarketing – ein Fallbeispiel

Für die Zielgruppe der „Young Professionals“ hat die Allianz noch eine weitere Maßnahme ins Leben gerufen. Das Testimonial „Allianz Kai“ begleitet auf der eigenen Microsite „Spannende-Jobs.de“ (Aktual. 27.04.2012: nicht mehr online!) durch die verschiedenen Unternehmensbereiche, erklärt und schafft positive Eindrücke.

Auf seinem Youtube-Kanal kommen verschiedene Allianz‘ler zu Wort. Blicke hinter die Kulissen des Versicherungskonzerns unterstützen das Employer Branding.

Über die persönlichen Profile auf Facebook und Twitter informiert Allianz-Kai über aktuelle Stellen und Aktionen, bietet Einblicke in den Unternehmensalltag und die Möglichkeit, als „Freund“ bzw. Kontakt Dialog zu führen. (Nachtrag 01.12.2011 – inzwischen wurde die Karriereseite von “Allianz Kai” durch die Adresse https://www.facebook.com/AllianzKarriere ersetzt)

Social Media für das Personalmarketing – ein Fallbeispiel

Ein weiteres Social-Media-Instrument, das allerdings den langen Hebel alleine in die Hand der Mitarbeiter legt, ist das Arbeitgeberbewertungsportal kununu. Auch hier kann sich die Allianz mit 4 von 5 möglichen Punkten und der Bewertung „TOP-COMPANY – von Mitarbeitern empfohlen“ sehen lassen. Als Unternehmen lässt sich dieser Effekt positiv verstärken, indem zufriedene Mitarbeiter auf diese Plattform aufmerksam gemacht werden.

Durch alle gezeigten Aktivitäten der Allianz im Social Web entsteht ein alles in allem rundes und umfangreiches Bild als aufgeschlossener, engagierter und interessanter Arbeitgeber. Ein für Unternehmen beispielhaftes Engagement, das sich langfristig lohnt; vor allem für das Arbeitgeberimage und die Aufmerksamkeit der qualifizierten jungen Generation …und vielleicht zusätzlich aufgrund eingesparter Stellenanzeigen.

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