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Mai
23

Wie ein Direktversicherer das Social Web nutzt – Teil 1

Interview-IconInterview mit Carlo Bewersdorf (Geschäftsführer Marketing bei Asstel)
Heute lesen Sie den ersten Teil eines Interviews mit dem GF Marketing der Asstel, Carlo Bewersdorf. Er berichtet, wie der Direktversicherer Social Media einsetzt. Mit seinem Team tritt er an, im Social Web offen und authentisch Einblicke in die Branche zu geben, die „bisher eher durch bürokratische Zurückhaltung auffiel“. Teil 2 folgt. Viel Spaß beim Lesen!

OEV: Würden Sie sich als Unternehmen kurz vorstellen?

C.B.: Wir sind die Asstel, der Direktversicherer der Gothaer. Unsere Versicherungsgruppe bietet seit 1997 deutschlandweit günstige und leistungsstarke Lebensversicherungen, Krankenversicherungen und Sachversicherungen für Privatkunden an. Der Direktvertrieb von Versicherungen über Telefon, Internet, E-Mail, Fax und Post wird durch den Vertrieb über die Kommunikationskanäle großer Kooperationspartner wie beispielsweise DocMorris, Payback, REWE, Miles & More oder METRO GROUP ergänzt.

OEV: Sie sind als Direktversicherer unter anderem mit einem Mitarbeiter-Blog und auf Twitter aktiv. Nehmen wir eine Skala zwischen „grüner Spielwiese“ und „konkret verfolgter Strategie“ – wo würden Sie den damaligen Start und jetzigen Betrieb Ihrer Aktivitäten einordnen?

Asstel BlogC.B.: Natürlich haben wir unsere Social Media Aktivitäten strategisch fundiert und uns von Anfang an durch eine PR-Agentur unterstützen lassen. Trotzdem gab und gibt es viel Spielraum für einen unbeschwerten Umgang mit den sozialen Netzwerken. Viele Ideen von Mitarbeitern wurden aufgegriffen und direkt umgesetzt, z.B. im Rahmen eines Blogpostings oder einer Themenwoche. Ausprobieren und Improvisieren ist also durchaus erlaubt und macht auch den Fans/Followern mehr Spaß als komplett durchgeplante Abläufe. Mittlerweile haben wir viel dazu gelernt und wissen jetzt, was gut ankommt und was man lieber lassen sollte. Zum Beispiel reagieren die Leser abwehrend auf zu viel werblichen Inhalt – daraus haben wir direkt Konsequenzen gezogen und unsere Strategie angepasst.

OEV: Was sind Ihre wichtigsten Ziele im Social Web und welche Schwerpunkte setzen sich dabei in Ihren unterschiedlichen Kanälen?

C.B.: Unser Hauptziel im Social Web ist es, dem „anonymen Direktversicherer“ ein Gesicht zu geben, Distanz abzubauen und ein authentischer Gesprächspartner auf Augenhöhe zu sein. Da sich ein Großteil unserer Kunden in den sozialen Netzwerken tummelt, ist für uns eine Präsenz dort besonders wichtig. Durch unseren Blog erhoffen wir uns, dass wir unseren Zielgruppen zeigen können, wer hinter Asstel steckt – das schafft Vertrauen und haucht der Marke Leben ein. Auf Twitter setzen wir auf Kundendialog und Vernetzung mit Gleichgesinnten. Wir möchten dort für Kunden und Interessenten einen Mehrwert bieten und erreichbar sein.

OEV: Versprechen Sie sich direkte und u.U. sogar messbare Effekte wie Image- oder Vertriebssteigerung? Stellen Sie dabei auch Kosten-Nutzen-Rechnungen auf?

C.B.: Wir sind der Meinung, dass man in diesem Punkt zum einen ganzheitlich denken und zum anderen sehr geduldig sein muss. Dementsprechend sind unsere Erwartungen, was messbare Erfolge angeht, für den Anfang begrenzt. Das soll natürlich nicht heißen, dass es während unserer bisher einjährigen Laufbahn in Social Media keine Erfolgserlebnisse gab. Im Gegenteil: Jeder Kundenkontakt, jedes Lob und jede Anregung ist ein Erfolg qualitativer Art, nur dass er sich nicht direkt in Vertriebserfolg niederschlägt und auch nicht soll. Insgesamt streben wir mit unserer Social Media Präsenz vor allem eine Image- und Bekanntheitssteigerung an. Wir stellen keine isolierten Kosten-Nutzen-Rechnungen für die Social Media Maßnahmen auf, sondern verstehen diese als integralen Bestandteil eines zeitgemäßen und erfolgreichen Online Marketings. Allerdings verschaffen wir uns anhand von regelmäßigen Social Media Monitorings einen Überblick darüber, welche Themen/Aktionen besonders gut ankommen und was die Leser interessiert.

…Fortsetzung folgt…

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  1. Wie ein Direktversicherer das Social Web nutzt – Teil 2 » OEV BLOGGT sagt:

    [...] Teil 1 folgt heute der zweite Teil unseres Interviews mit Carlo Bewersdorf (GF Marketing der Asstel), der [...]

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