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Mai
26

Wie ein Direktversicherer das Social Web nutzt – Teil 2

Interview mit Carlo Bewersdorf (Geschäftsführer Marketing bei Asstel)

Nach Teil 1 folgt heute der zweite Teil unseres Interviews mit Carlo Bewersdorf (GF Marketing der Asstel), der unter anderem über den firmeninternen Umgang mit dem Social Web berichtet. Viel Spaß beim Lesen!

OEV: Sehen Sie einen Unterschied in der Bedeutung von Social Media für einen Direktversicherer im Gegensatz zu einem „klassischen“ Versicherungsunternehmen?

C.B.: Ja, denn der Direktvertrieb spricht Menschen an, die besonders viel Wert auf Autonomie und Selbstbestimmtheit legen. Ihre Entscheidungen darüber, welche Versicherungen sie brauchen und abschließen möchten, treffen sie häufig mit Hilfe von Informationen aus dem Internet. Sie wollen selbst bestimmen, was richtig für sie ist. Damit sie während ihrer Recherche nicht auf einen anonymen Direktversicherer treffen, ist es besonders wichtig, ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, ohne gleich zu vertriebsorientiert zu sein. Dafür ist Social Media genau die richtige Plattform.

OEV: Gehen Sie innerhalb des Gesamtunternehmens generell offen und proaktiv oder eher restriktiv mit der Social-Media-Nutzung durch Mitarbeiter um? Verfügen Sie über eine Governance bzw. Guideline?

C.B.: Wir und auch unser Mutterkonzern die Gothaer gehen offen und proaktiv mit der Social-Media-Nutzung um, aber selbstverständlich nicht ohne vorhandene Guidelines. Darüber hinaus gilt es insbesondere im Versicherungsumfeld, strikte Anforderungen an Datenschutz und sonstige Richtlinien einzuhalten. Unsere Mitarbeiter sind im Detail informiert, was unsere Social Media Botschafter im Netz machen und dürfen auch aktiv mitmachen. So sieht z.B. unser Social Media Konzept vor, dass unsere so genannten Asstel Botschafter bis zu 20% ihrer Arbeitszeit in sozialen Netzwerken verbringen dürfen, um dort u.a. neue Trends aufzugreifen und die Asstel zu repräsentieren. Dass generelle Do´s and Dont´s im World Wide Web eingehalten werden müssen, versteht sich fast schon von selbst, denn schließlich merkt sich das Internet alles.

 

OEV: Wie sieht die nähere Social-Media-Zukunft der Asstel aus? Ist der Auf- und Ausbau weiterer Präsenzen geplant?

C.B.: Für die nächsten Monate haben wir Einiges geplant. Als nächstes wird unser Asstel Blog „gerelauncht“ und in einem neuen Aussehen erscheinen. Des Weiteren wird es dieses Jahr eine Facebook Präsenz und einen Ausbau unseres Twitter-Kanals geben. Auch die weitere Vernetzung mit der Versicherungs-Blogosphäre haben wir uns auf die Fahne geschrieben. Man darf also gespannt sein, was kommen wird und wir freuen uns jederzeit über interessierte „Follower“.

OEV: Vielen Dank für das Interview.

UPDATE: Im Zuge einer gegenseitigen Interview-Sequenz befindet auf dem asstelblog als Pendant ein Interview mit unserem OEV-Geschäftsführer Thomas Baumbach zum Thema “Social Media in der Versicherungswelt”.

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