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Okt
12

Mobile Webseiten

Mobile Entwicklung

OEV_Blog_SmartphonesUm unterwegs Informationen schnell und übersichtlich abrufen zu können, werden heute von immer mehr Unternehmen mobil optimierte Seiten angeboten. Wo Apps eher bestimmte, auf einen Nutzen fokussierte Funktionen und Services hervorheben, können mobile Seiten als Pendant zur stationären Website grundsätzliche Überblicke wie Unternehmensinfos und Produktdetails liefern.

Da diese Seiten für mobile Endgeräte  und Nutzungskontexte ausgelegt sind, gelten sowohl bei der inhaltlichen, als auch technischen Entwicklung und Content-Bereitstellung andere Regeln als im „klassischen“ Bereich:

  • Informationen sollten übersichtlich gegliedert sein und sich auf das Wesentlichste für den mobilen Nutzungskontext beschränken. Eine klare Navigation ist auf den kleinen Screens umso wichtiger!
  • Wenn möglich, sollte auf große Bilder und zu viele Grafiken verzichtet werden: Im mobilen Bereich zählt weiterhin noch jedes herunterzuladende Byte. Auch Videos sollten mit Bedacht eingebunden werden, denn Seiten müssen auch ohne WLAN-Empfang in zumutbarer Zeit geladen werden.
  • Das erweiterte, technische Können, welches Smartphones mitbringen, sollte sinnvoll mit den bereitgestellten Mehrwerten verknüpft werden. Beispiele sind die Möglichkeit, Telefonnummern direkt zu wählen, Links mit der Funktion „Mail-To“ zu verknüpfen oder die Lokalisierung einzusetzen.
  • Dem Nutzer sollte jederzeit die Möglichkeit gegeben werden, auf die klassische Seite zu wechseln. Idealerweise kann er selbst entscheiden, auf welcher Variante er sich bewegen will. Vielleicht hat er bereits ein genaues Ziel vor Augen, das mobil nicht bereitgestellt wird.
  • Auf Technologien wie Flash, die nicht alle Endgeräte verarbeiten können, sollte nach Möglichkeit verzichtet werden.

Diese „Grundanforderungen“ an einen mobilen Auftritt stellen eine erste Basis dar, die um projektindividuelle Überlegungen ergänzt werden muss. Das hängt von der Intention der Seite und den damit verbundenen Nutzerbedürfnissen ab. Eine Befragung potenzieller User im Vorfeld einer Konzeption kann Gold wert sein.

Konfektionierung einer Seite

Mobile News-Seiten wie Focus (http://m.focus.de/) legen beispielsweise Wert auf eine übersichtliche Darstellung der einzelnen Artikel. Shops wie Görtz (http://m.goertz.de/) fokussieren sich auf eine Darstellung des eigenen Angebots inklusive Verzahnung mit den nächsten Filialen. Amazon (amazon.de/gp/aw) legt weiterhin Wert auf die verschiedenen Kategorien und eine Verknüpfung mit dem Wunschzettel – also der Amazon-spezifischen Personalisierung des Angebots ohne Medienbruch.

Beispiel öffentliche Versicherer

Der Fokus der öffentlichen Versicherer liegt zum einen auf einer rationalisierten Vorstellung der Produkte:

  • Der Nutzer soll über die gängigsten Produkte und deren Eigenschaften informiert werden – dies aber nicht in epischer Breite „erarbeiten“ müssen, da der mobile Zugriff i.d.R. darauf schließen lässt, dass ein schneller Überblick erwünscht ist. Bei Bedarf kann eine Beratungsanfrage gestellt werden. Ein Wechsel zur stationären Variante ist aber jederzeit möglich.

Ein weiteres Augenmerk liegt auf der schnellen Kontaktmöglichkeit:

  • Wie der Versicherer kontaktiert werden kann, muss schnell und einfach ersichtlich sein. Insbesondere mobil relevant ist die integrierte Beratersuche und -anzeige in der Nähe inkl. Kontaktinformationen, Telefonlink und Routing. Hinzu kommen zentrale (Not-)Rufnummern, Hotlines, sowie kompakte Unternehmensinfos inklusive eines zentralen Kontakts. Diese umfänglichen Kontaktoptionen sind nicht nur hochrelevant für die mobile Nutzung, sondern unterstreichen auch die jeweilige „Nähe“ eines regional positionierten Versicherers.

Weiterentwicklung

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass mobile Seiten kein Duplikat des klassischen Auftritts darstellen, sondern einen eigenen Service(-Kanal) für das mobile Endgerät. Wie stark das Serviceangebot ausgebaut wird oder werden sollte, hängt letztendlich von den Bedürfnissen und Wünschen des Nutzers sowie der Weiterentwicklung von Geräte-Features und Übertragungsgeschwindigkeiten ab. Ein Blick in die nahe Zukunft lässt hoffen, dass sich der Netzausbau stetig verbessert, so dass auch größere Datenmengen verarbeitet werden, was u.a. eine stärkere Verzahnung von Mehrwert-Applikationen und mobilen Seiten möglich machen kann. Eine Hoffnung liegt vor allem auf HTML5, so dass – neben der einfachen Verbindung von mobilen Seiten und Apps – auch eine geräteunabhängige Integration von Bewegtbildern möglich wird.

Weiterführende Links

Fit für das mobile Internet?

HTML5 Video vs. FlashVideo


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