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Feb
04

Gezielt werben mit Location Based Advertising (LBA)

Noch schnell die Kino-Tickets für den Abend buchen, die günstigste Bahnverbindung raussuchen oder via Facebook-App einen Geburtstagsgruß an den Onkel in den USA verschicken: Das Smartphone ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Fast 40% der deutschen Bürger ab 14 Jahren besitzen eins – betrachtet man die Gruppe der Bundesbürger unter 30 Jahren, so steigt dieser Wert sogar auf 65%. Die meisten Smartphones sind von Haus aus mit einem GPS-Chip ausgestattet, wodurch sie die Nutzung standortbezogener Dienste ermöglichen.

Für das Marketing bietet diese Entwicklung die Chance, wirksame Kommunikations-Kampagnen zu gestalten, die bis auf 50 Meter genau gesteuert werden können. Eine mobile Werbeanzeige für ein vergünstigtes Mittagessen ist ein interessanter Lockvogel – doch was bringt dem Nutzer dieses Angebot, wenn er dafür erst bis ans andere Ende der Stadt fahren muss? Genau hier kommt Location Based Advertising (LBA) ins Spiel. Bei diesem Mobile-Marketing-Konzept erhält der Nutzer auf seinem Smartphone im besten Falle nur noch Werbebotschaften, die sich auf seinen aktuellen Standort beziehen und damit eine höhere Relevanz für ihn haben. Die aus anderen Kanälen bekannten Streuverluste sinken.

Der Einsatz von LBA ist denkbar einfach und am Beispiel des standortbezogenen sozialen Netzwerkes “Foursquare” (mittlerweile über 20 Millionen Nutzer weltweit) sogar kostenlos: Unternehmen können dort ihr eigenes Profil erstellen und anschließend zielgerichtet werben. So könnte jeder Nutzer für seinen ersten “Check-in” bei dem Unternehmen mit einem Rabatt oder einem kleinen Geschenk belohnt werden. Schöner Nebeneffekt: Der User wird durch den virtuellen Besuch der Unternehmensseite zum Multiplikator, da seine Freunde ebenfalls über seinen “Check-in” informiert werden.

Interessant ist LBA grundsätzlich für alle Unternehmen, bei denen eine regionale Ausrichtung von Werbekampagnen möglich und sinnvoll ist: Restaurants, Cafés, lokale Supermärkte und ebenso Bankfilialen und Versicherungsagenturen. Gerade letztere halten sich aktuell allerdings mit ihren LBA-Aktivitäten noch zurück. Dabei könnte auch diese Gruppe mit einem relativ geringen Aufwand innovative Werbemaßnahmen umsetzen und so die Herzen der Smartphone-Nutzer erobern.

Man stelle sich das folgende Szenario vor: Ein eisiger Wintermorgen an der Haltestelle, die Straßenbahn verspätet sich witterungsbedingt – der Tag könnte besser beginnen. Die von der gegenüberliegenden Versicherungsagentur verschickte Einladung zu einem Kaffee bringt spontane Sympathiepunkte und stärkt das positive Image der Agentur.

Aus technischer Sicht ist die Zeit reif für standortbezogene Werbung. Unternehmen müssen sich lediglich trauen diesen neuen Weg einzuschlagen, um die Potentiale dieser effizienten Werbeform zu nutzen. Wie das Engagement der Werbetreibenden die Nutzungsintensität des Users beeinflusst, kann bei “Foursquare” unter diesem Link verfolgt werden. Dort werden die letzten 500.000.000 Check-ins auf einer Karte visualisiert – dank der integrierten Zoom-Funktion kann die Nutzungsintensität sogar auf Straßenebene überprüft werden.

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