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Apr
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OEV Jahresveranstaltung – Vom Mut, neue digitale Wege zu beschreiten

Unter dem Motto „Mit Vollgas durch die digitale Zukunft“ fand am 09. April 2013 die Jahresveranstaltung der OEV in der Classic Remise  in Düsseldorf statt. Rund 100 Teilnehmer von den Öffentlichen Versicherern und Agenturen  lauschten den Vorträgen zu den digitalen Trends von morgen und kommentierten auf Twitter unter #OEVJV die Vorträge. Durch  den Kongress  führte Angela Julie Wadenpohl, die seit über 10 Jahren professionell als Moderatorin tätig ist. Einen herzlichen Dank für die Unterstützung und Teilnahme geht an die Unternehmen und Agenturen granpasso, CenterDevice und codecentric.

 Parallelen zwischen Versicherungen und Automobil 

„Ich glaube an Pferde. Das Auto ist nur eine vorübergehende Erscheinung.” Mit diesem Zitat von Kaiser Wilhelm II eröffnete Thomas Baumbach, Geschäftsführer der OEV, den Fachkongress und zeigte im weiteren Verlauf Parallelen zwischen der Automobilbranche und dem digitalen Versicherungsvertrieb auf.

Unter dem Titel „ Zukunft der Assekuranz – Notwendigkeit neuer Geschäftsmodelle und Strategien“ stellte Markus Rosenbaum, Geschäftsführer der Versicherungsforen Leipzig, die Kundenbedürfnisse und die daraus resultierenden Auswirkungen auf den Vertrieb vor. So sei beim demografischen Wandel zu beachten, dass ein zunehmender Wettbewerb um das Neugeschäft entsteht. Die Entwicklung von neuen Modellen für die Bestandskunden, die bedarfsgerechte Ansprache der Kunden 50+ sowie die Themen Gesundheit und Pflege werden immer wichtiger. Das Geschäftsmodell der Zukunft fasste er in seinem Vortrag so zusammen:. „Es muss in seinen Produkten, Prozessen, Strukturen und Kooperationen einfach sein , um das seit je her unverändertem Bedürfnis des Kunden nach Sicherheit nicht aus den Augen zu verlieren“.

Wild-Dueck – Der ehrliche Blick auf den Versicherungsvertrieb

Chief Technology Officer bei IBM, Mathematiker, Philosoph, Autor und Redner: Mit Prof. Dr. Gunter Dueck kam der nächste Redner auf die Bühne, der mit seinem lebendigen Vortrag über „ Die Welt nach der Cloud – Stillstand oder Bewegung?“ die Teilnehmer begeisterte. Dabei zog er  Parallelen zwischen dem Versicherungssektor und der Buchbranche, die lange Zeit die digitale Entwicklung verschlafen hatte. Er rief dazu auf, die „Gebietsverteilung“ der Außendienstmitarbeiter zu überdenken: Es sei erwiesen, dass der Berater vor Ort das meiste Geschäft mit einem ihm ähnlichen Kunden mache- sei es bei der Ähnlichkeit hinsichtlich der Wohnsituation, dem Auto oder anderen lebenssituationsbezogenen Merkmalen.

Gunter Dueck Jahresveranstaltung Schonungslos ehrlich war seine Schilderung zum Abschluss einer Privaten Haftpflichtversicherung: In unbegrenzter Höhe könne man heute Waren im Internet bestellen. Aber für den Abschluss einer Privaten Haftpflichtversicherung müsse ein Berater zum Kunden nach Hause kommen. Der Kunde sei gezwungen viele Seiten Versicherungsbedingungen zu lesen und müsse dann auch noch die Qualität des Versicherungsvertreters bestätigen.  Auch der Umgang mit Neu– und Bestandskunden bei Banken und Versicherungen ist Prof. Dueck ein Dorn im Auge. Neukunden werden häufig mit Angeboten angelockt. Dagegen findet der Bestandskunde in der Kundenbetreuung kaum Beachtung.

Im weiteren Verlauf seiner Rede appellierte Dueck an sein Publikum, den Mut aufzubringen, neue Wege zu gehen. Er verwies auf ein Zitat von Arthur Schopenhauer: “Jede neue Idee durchläuft drei Entwicklungsstufen. In der ersten wird sie belacht, in der zweiten bekämpft, in der dritten ist sie selbstverständlich“.

Lesen Sie in Kürze in unserem zweiten Teil: Wie der Google Kunde von heute, zum Bankkunden von morgen wird und was Versicherungen von Apple lernen können.

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