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Mai
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OEV FutureLab 2014 – Teilen, Leihen, Tauschen in der digitalen Welt, Teil 1

Nach dem Erfolg in 2013 veranstalteten wir am 29. April 2014 in Düsseldorf erneut eine Jahresveranstaltung, das OEV FutureLab 2014. Zum Thema Shareconomy und Versicherungen referierten Daniel Bartel, Max Steinmetz, Tim Cole und Mike Linkenheil.

oev_2014-20Durch die Veranstaltung führte Nandini Mitra. Die Moderatorin ist bekannt durch Funk und Fernsehen. Ihre Karriere begann bei MTV, später moderierte sie Sendungen wie „Fit for Fun“ bei Vox und die deutsche Bundesliga auf Englisch für den Sportsender Eurosport 2. Darüber hinaus wird sie regelmäßig für Galas und andere Veranstaltungen außerhalb des Fernsehens gebucht. Das Thema Sharing ist für Mitra auch privat längst ein Begriff. Daher begann sie die Jahresveranstaltung gleich mit einer persönlichen Anekdote bezogen auf das „Leihen eines Autos der Nachbarin“.

Auch Thomas Baumbach, Geschäftsführer der OEV und Gastgeber der Veranstaltung, berichtete, wie er persönlich das erste Mal mit Carsharing Erfahrungen sammelte und wie selbstverständlich die junge Generation heute mit dem Thema umgeht.

Jeden Tag entstehen neue Plattformen

Als Vertreter eben jener jungen Generation und des gelebten Kokonsums stellte im Anschluss Daniel Bartel den Status Quo der Shareconomy und seine eigenen Geschäftsmodelle vor. Bartel ist Gründer von kokonsum.org und Mitinitiator von autonetzer.de, einer Plattform, die das Mieten von privaten Fahrzeugen ermöglicht. Selbstverständlich hat er die Nacht nicht in einem Hotel, sondern in einer privat vermieteten Wohnung über aibnb.de verbracht, betonte er.  Unter dem Titel „Megatrend Shareconomy? Wie das Internet Geschäftsmodelle der Zukunft hervorbringt“ zeigte Daniel Bartel zahlreiche weitere Sharing-Beispiele auf. Beim On-Demand Ridesharing beispielsweise würden sich Nutzer nicht das Auto teilen, sondern die Fahrt. Weiterhin stellte er EatWith vor, ein Anbieter, der das Essen in der Gemeinschaft fördert. Bei Menschen an der Tür klingeln und mitessen ist das Credo der Plattform.

Bei ca.50 Anbietern weltweit sollte Carsharing auch Thema bei den Versicherern sein. Die von Daniel Bartel mitinitierte Plattform autonetzer.de arbeitet mit der R+V Versicherung zusammen. Und so funktioniert‘s: Der Vermieter legt den Preis fest, die Plattform gibt Empfehlungen. Der Mieter bucht das Fahrzeug plus eine Zusatzversicherung von 7,00 EUR/Tag, von denen 3,00 EUR als Provision für die Plattform gezahlt werden.

Widerstand ist zwecklos

Jeden Tag entstehen neue Plattformen, nicht nur im Carsharing-Bereich. Die Versicherer konkurrieren zukünftig mit Google, Facebook, Bewertungssystemen, Online-Banken, Payment-Providern u.v.m. „Handeln Sie oder die Netzwerke finden ihren eigenen Weg“ lautete das Schlusswort von Daniel Bartel.

DriveNow – Die Zukunft des mobilen Carsharing

oev_2014-27Eine Folge des Einflusses der Shareconomy auf den Automarkt: Der Autobesitz verliert zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig bleibt das Bedürfnis nach individueller Mobilität in der urbanen Gesellschaft bestehen. Menschen teilen Autos. Möglich machen dies mobile Technologien. Mit rund 270.000 Kunden gehört DriveNow, ein Joint Venture der BMW Group und der Sixt SE, zu den größten Carsharing-Anbietern. Geschäftsführer Nico Gabriel bot mit seinem Vortrag einen Blick hinter die Kulissen und erklärte das Geschäftsmodell: Freie Fahrzeuge werden in der App oder auf der Website angezeigt und können hier bis zu acht Stunden reserviert werden. Kunden nutzen DriveNow für Fahrten zur Arbeit, zum Flughafen, Besorgungsfahrten, Ausflüge usw.

Angesichts der Tatsache, dass 60 % der Kunden kein eigenes Auto besitzen, wird das Thema Carsharing für Versicherer immer wichtiger. Denn wer kein eigenes Auto besitzt, schließt auch keine Kfz-Versicherung mehr ab. Auch hier ist u.a. die R+V Versicherung den anderen Versicherern einen Schritt voraus. Mit einem eigens entwickelten Geschäftsmodell sichert die R+V die Fahrzeuge von DriveNow ab.

In Zukunft wird DriveNow sein Mobilitätskonzept weiter ausbauen, so Gabriel. Geschäftliche Daten sollen in Zukunft hinterlegt werden können. Mitarbeiter können dann vor Fahrtantritt zwischen „Privat“ und „Geschäftlich“ wählen. Zudem soll dem Wunsch nach Elektroautos stärker Rechnung getragen werden. Bereits seit Juni 2013 befinden sich 60 rein elektrisch betriebene BMW ActiveE in München und Berlin im Einsatz. Ab Frühjahr 2014 soll zusätzlich der BMW i3 angeboten werden. Auch Ski- und Shopping-Pakete sind im Gespräch. Hier werden bei Miete eines Fahrzeuges für 24 Stunden bis zu vier Tagesskipässe kostengünstig angeboten; beim Shoppingpaket gibt’s einen Shopping-Gutschein sowie einen reservierten DriveNow-Parkplatz.

Mobilität in Deutschland verändert sich. Sharing legt den Grundstein für zukünftige Konzepte.

ShareSurance, totale Vernetzung und die OEV Cloud – unser zweiter Teil zur Jahresveranstaltung erscheint in Kürze.

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